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Toureninfo:

"Blue Moon / mit Seeblick-Ausstieg"
begangen von Bernhard am 2022-05-18
Gebiet:
Totes Gebirge
Berg:
Trisselwand
Schwierigkeit:
7+/6A0
Exposition:
SW
Absicherung:
BH sehr gut / gut
Zusätzliche Angaben:
Mit Roni in Wechselführung bei optimalen Bedingungen. Der Fels ist trocken, es ist nicht zu heiß, die Sonne kommt erst nach Mittag in die Wand. Oben ein leichtes Lüftchen... Die Zufahrt war nicht ganz so perfekt - die Auffahrt zum Tressensattel startet nämlich am Ortseingang von Grundlsee, die braucht man nicht schon in Bad Aussee suchen - und radarmäßig hoffe ich auf Mengenrabat.
Der Wirt vom GH-Tressensattel ist nicht mehr. Wir kriegen dennoch was und dürfen sogar am verrauchten Stammtisch Platz nehmen. Dort erfahren wir allerhand, etwa auch, dass sich Erdöl immer laufend neu bildet...und zwar offenbar viel schneller als erwartet.
In der Früh ist es noch stark bewölkt und wir haben fast ein wenig Sorge, aber schon beim Zustieg zeigen sich blaue Stellen. Dann tagsüber aufgelockert; einmal ein paar ganz feine Tröpfelchen aus einer Wolke und beim Ausstieg haben wir die Sonne sogar doppelt - als Spiegelbild im See. Die Route(n) ist(sind) unverändert - die Aussicht auch!
Die Einstiegs-SL der Blue Moon kostet mich als ausgesetzter, brüchiger Quergang, mental unaufgewärmt einige Nerven. Roni erklettert den genialen Riss danach, mit Rastpausen souverän. Die Absicherung ist sehr eng und das + steht hinter der 7, weil es so anhaltend ist. Schon hier am ersten der vielen Hängestände lege ich den Grundstein für die späteren Fersen- und Zehenqualen. Mit dem Seil um die Knöchel kann man nicht aus den Schuhen schlüpfen - ganz ausziehen wäre besser gewesen. Die anschließenden 12 SL sind vom Feinsten (sh. Bericht aus dem Jahre 2020), vor allem, weil sie so schön kontinuierlich ansteilen und an Anspruch zunehmen. Die 11. und 12. gehören zu den schönsten SL die ich kenne! Roni quert (im Gegensatz zu meiner letzten Begehung) schon oben in der 14. SL, vor dem Stand(!) ein paar Meter nach rechts hinüber, unschwierig zum Stand unter der 10. SL der Seeblick. Mich plagen die Füße und mit der Fingerkraft schauts auch nicht so gut aus. Deshalb lasse ich mich im kleinen Dach der anschließenden Seeblick-Länge verunsichern, vertraue statt den eh vorhandenen Henkeln einer Sanduhr, durch die ich eine Exe gefädelt habe... und lande nach einigen Freiflugmetern und einem halben Rückwärtssalto mit dem Rücken auf der steilen und schön flachen Wand darunter. Den Petzl-Ecrin kann ich als wunderbar dämpfend weiterempfehlen - ebenso Roni als souveränen Sicherer! Tja - also das Dach nehme ich mir gleich nochmal vor, schon zur Traumabewältigung, aber vor der anschließenden rechts-links Kombination mache ich Zwischenstand und lasse Roni vor. Der kann (endlich) seine famose Winterform so richtig nützen und bewältigt die ziemlich schwere vorletzte Seeblick-SL geradezu bravourös. Die supersteile, aber deutlich zahmere letzte SL eignet sich hervorragend als Vorstiegstherapie und bringt mich wieder halbwegs ins Lot. Geniales Abendpanorama! Oben noch weite Schneefelder und der Abstieg zieht sich länger, als ich es in Erinnerung hatte - ebenso die Heimfahrt!
Ein Klettertag mit allem was man braucht - und noch ein wenig mehr! (280)

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