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Toureninfo:

"UFO"
begangen von Peter am 2018-10-21
Gebiet:
Grazer Bergland
Berg:
Röthelstein SO-Sporn
Schwierigkeit:
6+ (6- obl)
Exposition:
S
Absicherung:
gut mit BH
Zusätzliche Angaben:
Um den prognostizierten Regenschauern in NÖ und dem Nordwind auszuweichen, mit Peter am Röthelstein-SO-Sporn im Grazer Bergland geklettert.

Die Temperaturen waren noch ganz ok (9° C am Parkplatz), in der Wand war dann auch nicht allzu viel Wind. Regen hatten wir praktisch auch keinen, insofern hat sich das tagelange Verfolgen der Wetterprognosen gelohnt.

Die Tour UFO ist aus dem Jahr 1995 und zählt zu den beliebtesten Touren im 6. Grad im Grazer Bergland.
Sie ist an Wochenenden oft überlaufen.
Bei unserem ersten Versuch 2016 hatten wir am Einstieg eine 2er- und eine 3er-Seilschaft vor uns, weswegen wir damals in den Jägersteig, die Tour links von UFO, ausgewichen sind.
Diesmal war UFO aber frei.

9 SL, 6+ (6- obl.), ziemlich homogene Tour, bis auf die erste SL (5) und eine Gehlänge (2. SL, 2) immer im 6. Grad...

Die Linie an sich ist wirklich lohnend und sehr gut abgesichert. Nichts Mobiles nötig.
Leider sind aber die Begehungsspuren schon ziemlich deutlich beim Klettern zu merken und das Gemisch aus kaltem und glattem Fels an diesem Tag hat mir ziemlich zu schaffen gemacht.
Dennoch konnte ich bis auf eine 6+ Stelle alles durchsteigen. Peter ist glaub ich alles RP geklettert.

Der Einstieg in die 5. SL (6) war extrem unangenehm. Schon sehr glatt und ich wäre vermutlich als Vorsteiger gehangen bzw. rausgerutscht.
So ging sichs für mich im Nachstieg gerade so aus, mit Strecken den Henkel oben zu erreichen.

Falls jemand die Tour nachklettern möchte, Achtung:
Es gibt seit Oktober 2018 eine Neutour, die tlw. unmittelbar rechts der UFO verläuft.
‚Broken Soul‘ heißt sie und ein Topo vom Erstbegeher ist auf bergsteigen.com bereits zu finden.
Wir haben uns nach der 5. SL in den Stand der Broken Soul (deren Stand nach der 6. SL) verkoffert!
Also aufpassen beim Vorstieg in der 5. SL der UFO und v.a. auf die Meterangabe im Topo achten bzw. die Seilmitte kommunizieren.
Wir erkannten beide nicht, dass wir am falschen Stand sind und ich stieg, den beiden Sicherungen folgend (BH u SU) über den nächsten Aufschwung nach oben. Der war in der UFO mit 5 bewertet, war aber richtig schwer.
Nachher hat sich am Broken Soul Topo herausgestellt, dass das 6+ war.
Danach sollte es nach links weitergehen, aber Fehlanzeige,… die Sicherungen gingen da gerade weiter nach oben und nach links weiterzuklettern war nicht wirklich möglich, sodass klar war, dass da was nicht stimmte.
Ich kehrte um und kletterte wieder zu den beiden Sicherungen zurück und ließ mich über diese wieder ab und konnte sie dann abbauen.
Bin dann von dem falschen Stand direkt nach links und leicht absteigend gequert und konnte so wieder in unsere Linie der 6. SL der UFO (die eigentlich von unten kommt) hineinqueren.
Oben war in dieser 6. SL dann ein 6+ Hangel nach links.
Diese Crux (auch schon ziemlich poliert) konnt ich an einer Stelle nicht punkten, sondern musste in die Exe greifen.
Ist aber nicht extrem schwer die Stelle und hat mich bissl geärgert, dass das nicht RP ging. Peter hatte im Nachstieg da keine Probleme.

Am schönsten fand ich die 8. SL.
Da gibt’s 2 Varianten (6+, links weg vom Stand nach der 7.SL oder ziemlich grad rauf vom Stand, zw. 5+ und 6, je nach Topoautor… rechts zieht vom Stand auch noch der Postlersteig weg).
Wir sind links geklettert. Diese SL war weniger poliert und sehr interessante, technische Wandkletterei, anfangs an abwärts geschichteten Griffen und Tritten.
Etwa in SL Mitte dann eine Aufleger-Stelle, über die ich mit einem Energieanfall drübersteigen konnte.
Hat mich sehr aufgebaut, dass die SL RP gelungen war.
Davor war ich gar nicht zufrieden.

Aufmerksames Klettern ist auch in der letzten SL gefragt. Der Postlersteig kreuzt UFO in dieser SL dreimal!

Insgesamt abwechslungsreiche Kletterei an schon recht poliertem Fels.

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