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Toureninfo:

"Welser Weg - Schermberg"
begangen von Bernhard am 2018-06-20
Gebiet:
Totes Gebirge
Berg:
Schermberg
Schwierigkeit:
3
Exposition:
N
Absicherung:
alpjn, unten BH, oben keine
Zusätzliche Angaben:
Allein unterwegs. Das Almtaler Haus um 21.00 Uhr schon zu - wie erwartet. Wer Bier trinken will - wie ich, muss vorsorgen - wie ich.
Früher Start, es wird ja schon hell kurz nach 4 Uhr. Ich hab den unteren Zustieg gewählt, also vor dem Beginn der Serpentinen zur Welser Hütte aus dem Bachbett rechts aufwärts (BH und Begehungsspuren, dann immer im trockenen Bachbett höher - BH weisen den Weg). Weiter oben dann, fast schon ab Wandfuß, nicht links an der Felsbarriere vorbei zum Einstieg des "Almtaler Köpfls" sondern unterhalb in steilen Wiesenschrofen nach rechts queren und ganz oben über die breite Felsrinne nach rechts. Hier im Schuttkessel oben geht rechtsseitig die Einstiegsrampe weg. Schrofige Aufschwünge, kurze Wandstufen, gestuftes Felsgelände. Nicht sehr ausgesetzt, eher ein Hatscher, wenig zum Klettern, ich musste nicht raus aus den Schlaufen der Wanderstöcke. Das "Achter Schuttfeld" ist wohl eines der feindseligsten Vertreter seiner Art. Auch der kopfgroße Schotter fließt wie sonst nur der feinkörnige und wenn man endlich mal erleichtert einen größeren Brocken erreicht um darauf Halt zu finden, gleitet man samt diesem, wie auf einer Rolltreppe wieder abwärts - eine Hunzerei! Ausstieg gaaanz oben links. Ab hier keine Haken mehr zur Orientierung. Die logische, erst flache Gratrippe hinauf. Die wird zusehends schmaler und steilt dann doch merklich an. Spätestens hier sollte man die Wanderstöcke wegpacken, weil letztendlich doch noch einige anspruchsvollere Klettermeter heranstehen. In diesem Gelände ist naturgemäß nicht alles fest und jetzt gilt es die Griffe und Tritte besonders achtsam zu prüfen! Engagiert die 2-3 steilen Pfeilerstellen überklettern, bei 2120 HM erreicht man einen Absatz und von hier leicht im Zickzack über Rampen zum Klettersteig, der nach rechts zum Gipfel führt (auch noch mal ganz schön anstrengend).
Um 09.30 Uhr bin ich oben, nebelig, die Wolken lösen sich erst gegen Mittag auf.
Bei bergsteigen.com gibts eine gute Topo und viele Fotos zur Orientierung.
Zur Welser Hütte recht angenehm über einige Schneefelder hinunter. Beim Abstieg von der Hütte war beim Waldanfang auch der "obere Zustiegsweg" beim "Stundenbaum" (Steinmann auf Baumstumpf) recht gut zu sehen, der oben in die Schrofen zum Wandfuß des Schermberg hinüberquert - deutliche Steigspuren.
Das abschießende, erfrischendes Bad im Almtal-Flüsschen, mit Panoramasicht auf die eben bezwungene Nordwand musste einfach sein.

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