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Toureninfo:

"Pepi Obermann Gedächtnisweg / Rückzug"
begangen von Peter am 2017-08-03
Gebiet:
Hohe Wand
Berg:
Milak Klettergarten
Schwierigkeit:
9- (6 A0/A1)
Exposition:
SO
Absicherung:
Bunter Mix: BH, NH, Sticht-BH
Zusätzliche Angaben:
Mit Margit zur Hohen Wand gefahren und den Pepi Obermann Gedächtnisweg probiert.

Der Gedenkweg ist aus 1975 von Hofmann, Kremslehner, Kosa, hat 6 SL, 150 m, die erste SL ist 9- (RP von Ch. Würzl 2007) und wird technisch geklettert, danach 6-, 5+, 7-, 7+ und oben entweder 7- (allerdings 2011 Rückzug einer Seilschaft aus dieser SL wegen Wespennest inkl. Wespenstich) oder den Originalausstieg rechts, im oberen Teil im 5. Grad und nur mit 2 NH gesichert, verwachsen und zuletzt schrofigbrüchig.
Klettert man die erste SL technisch, ist die Gesamtschwierigkeit der Tour 6A0/A1.
Ein sehr gutes Topo findet man in Behms Kletterführer ‚Auf Wildenauers Spuren 2‘ aus dem Jahr 2012.
Im neuen Sportkletterführer von Behm aus dem Jahr 2017 ist dagegen der Wegverlauf speziell der 3. SL teils falsch oder zumindest irreführend eingezeichnet! Vorsicht, insgesamt ungenaues Topo!

Die Tour weist viele NH, einige Stichthaken und teils auch BH auf und wurde 2010 und 2011 etwas nachsaniert (Stände und einige Zwischen-BH, angeblich ca. 2 pro Länge, mit silbernen Laschen), wird aber fast nie begangen, wovon ich mir gestern auch ein gutes Bild machen konnte.
Die Felssubstanz fand ich gut.

Der Plan war, da wir aufgrund der extremen Hitze erst um ca. 16.00 Uhr auf der Hohen Wand waren, maximal die ersten 3 SL zu probieren und danach einen Rückzug anzutreten, wobei nicht klar war, ob wir dafür Material hinterlassen müssten.

Der Obermann-Weg befindet sich am rechten Rand des Milak-Klettergartens und ist einfach die nächste Tour links von ‚Sag niemals nie‘ (die wiederum direkt links vom neu sanierten Innerkoflersteig startet) und steigt etwa 15 m weiter links ein, wär meine Schätzung.
Ziemlich dichter Baumbewuchs dort.

Man steigt nicht direkt vom Wandfuß aus ein, sondern geht kurz von links kommend eine 5 m lange Rampe schräg nach re. oben zu 2 BH (roter Pfeil, Einstiegsstand).
Um die erste SL technisch zu klettern, hatten wir Leitern und eine stufenlos verstellbare Daisy (sogenannte Easy Daisy) mit und kamen damit recht zügig nach oben.
Außerdem hatten wir Camgrößen von 0,5 bis 2 dabei, plus mittlere Keile.
Hatten zusammen 20 Exen dabei (für die Technolänge, 15 reichen aber vollauf).

Der erste Haken ist ein verbogener, schlechter NH älteren Datums (vermutlich der EB) und schien mir schwer anzuklettern zu sein (ca. 2 m vom Stand entfernt).
Ich konnte ihn dann jedoch von rechts erreichen und danach vor allem gleich die nächste Sicherung (Seilschlinge, die in NH-Öse ist) klinken und danach auch direkt in die NH-Öse eine Exe klinken.
Von da an bin ich technisch geklettert,… es kommt danach ein Sticht-BH und danach die erste neue Lasche.
Ich kam gut voran, musste nichts legen und war nach 30 min am Stand, bestehend aus 2 recht neuen Laschen und 2 NH sowie einem Abseilring älteren Datums, der mit allen Haken verbunden ist.

Als Margit in der 1. SL kletterte, begann es leicht zu regnen.
Nicht weit von uns (im SW) war relativ nahe ein Gewitter zu sehen, das aber schließlich nach Osten abzog.
Außerdem hatten wir während der ersten SL immer wieder einen Polizeihubschrauber ganz in unserer Nähe kreisen, da dürfte was Schlimmes passiert sein, was uns zuletzt auch Polizisten am Parkplatz bestätigten, die aber sehr mitgenommen aussahen und nicht sagten, was genau war.

Die 2.SL ist 6-, hat 2 Laschen und sonst recht viele, recht gut wirkende NH, wobei im letzten Teil der SL (ca. die letzten 7-8 m) keine Sicherungen mehr zu sehen waren und das Gelände extrem grausam wurde.
Erdigschrofig und vor allem sehr zugewachsen mit Sträuchern, recht viele davon mit Dornen.

Schon davor, beim Stand nach der 1. Länge sowie am Ende des Risses in der 2. Länge kämpfte ich einige Zeit mit Hagebuttensträuchern und stach mich dabei immer wieder… konnte so aber die Äste größtenteils so weit entfernen, dass der Stand halbwegs bequem bzw. die Kletterstelle am Rissende gut kletterbar wurde.

Wurde auch ziemlich dreckig in der Route, auch durchs teilweise Ausputzen der Erde und Pflanzen während des Vorsteigens, v.a. in der 2. SL.
Jedenfalls war ich gegen Ende der 2.SL anfangs sehr im Zweifel, ob es durch dieses Dickicht grade nach oben weiterginge, aber das Topo sprach dafür und ich bildete mir auch ein, Begehungsspuren am Fels zu sehen und ich sah im Untergrund auch alte Spuren (Strünke) weggeschnittener Sträucher.
Konnte dann eine halbwegs brauchbare Köpfelschlinge legen und danach noch einen sehr guten Friend (0,5er) und bin dann durch das zum Teil dornige Dickicht zu kleinem Plateau, wo ich dann wie vermutet eine neue Lasche fand, verbunden durch altes Schnürl mit einem alten Messerhaken.

Um Margit dieses Gelände zu ersparen und wegen der bereits vorangeschrittenen Zeit danach der Rückzug.
Zum Abseilen war der Stand nicht eingerichtet.
Deshalb opferte ich einen Karabiner, um abgelassen werden zu können.
Das Seilabziehen war dann Gott sei Dank kein Problem und danach vom Stand nach der Technolänge runter zum Wandfuß geseilt.

Soviel Abenteuer auf lediglich 2 SL…

Sollte ich die Tour noch einmal klettern (dann vielleicht ganz), dann definitiv mit Gartenschere.

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