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Toureninfo:

"Seeblick"
begangen von Ronald am 2017-05-28
Gebiet:
Totes Gebirge
Berg:
Trisselwand
Schwierigkeit:
7 (6/6+ obl.)
Exposition:
Südwes
Absicherung:
Gut mit Bohrhaken
Zusätzliche Angaben:
In der Kletterheimat von Paul Preuß. Berndi entdeckte bei seinen Recherchen die Kletterroute Seeblick in der Trisselwand, direkt über dem Altausseer See. Treffpunkt ist der Parkplatz auf dem Tressensattel. Diesen erreicht man, wenn man vor dem Seehotel Grundlsee links in den Mosernweg einbiegt und diesem so lange folgt, bis sich eine Abzweigung nach rechts in den Sattelweg anbietet. Wir verzehren etwas vom mitgenommenen Mariazeller Lebkuchen und gehen dann die paar Schritte zum Gasthof Trisselwand um unseren Bierdurst zu stillen. Dort treffen wir nicht nur Kletterer sondern auch einige begnadete steirische Trinker. Die kaum vorhandene Lichtverschmutzung beschert uns einen grandiosen Sternenhimmel. Aufbruch um ca. 5:45 Uhr. Schon beim Zustieg ergeben sich schöne Tiefblicke auf den Altausseer See. Kurz vor dem Einstieg in die Wand schließt ein junges slowenisches? Kletterpärchen mit guten Deutschkenntnissen zu uns auf. Sie machen die benachbarte Route Sommernachtstraum (7/7+) und wir werfen immer wieder neidische Blicke auf ihre ausgefeilte Tritttechnik, die ihnen ein scheinbar müheloses Weiterkommen in den schwierigen Platten ermöglicht. Die ersten zwei Zustiegs-SL im 3er Gelände sind wirklich nur etwas brüchig. Die Wegfindung ist unproblematisch. Bereits die 1.SL im 6- Plattengelände bietet traumhafte Kletterei. Die 6er Stelle in der 3.SL kann Berndi mit einem Friend gut entschärfen. Dann wieder leichteres Gelände, aber nicht fad, auch in dieser 4er-Platte erschließen sich die einzelnen Kletterzüge nicht von selbst. Dann Berndi in der langen 5.SL mit einer 6+ Plattenstelle, alles sehr kleingriffig und anhaltend steil. Da sind wir schon leichtere 6+ Passagen geklettert. Die Längenangabe mit 50m dürfte um einige Meter zu gering sein. Generell sind, nach unserem Dafürhalten, die eine oder andere SL zu kurz angegeben. In der 6.SL, eine schöne lange Plattenquerung nach links, ergibt sich das einzige Orientierungsproblem der Route. Nach dem letzten Bohrhaken muss man gerade nach oben zum nicht einsehbaren Stand. Also besser die Bohrhaken mitzählen, sonst weiß man nicht, wann man das schräg nach links oben klettern wieder bleiben lassen soll. Die 7.SL ist unserer Meinung nach mit 6- etwas überbewertet. Vielleicht wurde diese Bewertung aufgrund der einen oder anderen brüchigen Stelle gewählt. Die nächste SL bietet im anhaltenden 5+ Gelände anregende Kletterei. Nach einigem Suchen finden sich doch immer wieder schmale Leistchen und Dellen, die ein Weiterkommen ermöglichen. Auch in dieser SL ist die Längenangabe fraglich. 8 Bohrhaken auf 45m ergeben im Schnitt einen Hakenabstand von 5m. In dieser SL gibt es aber sicher Abstände mit gut 8m. Nun eine äußerst knackige 6+ Wandkletterei für Berndi im Vorstieg. Die 10.SL geht bis auf zwei Stellen auch frei. Nur kurz nach dem Stand muss ein Haken für einen Tritt herhalten und ein Zug in der Querung nach dem kleinen Überhang geht nur mit Exenhilfe. Je höher wir steigen, desto traumhafter wird der Tiefblick auf den See. Das komplette Ufergelände ist einsehbar und bis auf das Westufer unverbaut. Die beiden Abschlusslängen im 7.Grad gehen natürlich nicht frei, beinhalten aber Klettermeter vom Feinsten. Auch wenn hier die Absicherung enger als unten ist, muss man immer wieder vom Haken zwei, drei Züge wegklettern. Fürs bloße Raufhangeln sind die Abstände viel zu weit. Oben genießen wir die Ausblicke auf die noch schneebedeckten Nachbargipfeln, vor allem der Dachstein ist zum Greifen nahe. Angenehmer Abstieg (Kreuzotter auf Schneeresten, Blick auf Grundlsee, keine Latschendurchquerungen). Heimfahrt wegen Abreiseverkehr vom Bad Ausseer Narzissenfest problematisch (+ 1h).

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