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Toureninfo:

"Wasserfraß"
begangen von Bernhard am 2015-07-16
Gebiet:
Hochschwab
Berg:
Zermerleiten-Westwand
Schwierigkeit:
5+
Exposition:
W
Absicherung:
alpin-sporadisch BH
Zusätzliche Angaben:
Mit Jakob und seit langem endlich mal wieder mit Andi P. unterwegs, den wir zu Hause abholen und der uns hier, vom Rande der Zivilisation in die tiefe Wildnis begleitet. Am letzen Außenposten Gußwerk, noch Bier und Pizza, dann in den steirischen Urwald, wo wilde Tiere Schuhe stehlen. Meine standen über Nacht unter dem Auto, in der Früh waren sie weg... Andi schlief im Zelt - der war zum Glück noch da. Sein Gourmet-Müslifrühstück mit frischem Obst, Joghurt und Kokosflocken garniert, zeigte uns Waldviertler Barbaren wieder einmal, dass man als Gentleman auch im Urwald Stil und Noblesse bewahren kann und die Körperpflege nicht vernachlässigen muss. Außen jedenfalls roch er sehr gut.
Wandern den Kanlergraben hinein, Forststraße. (Km 24,5 nach Gußwerk - Parkplatz). Am Ende ein nicht sehr ausgetretener Pfad weiter durch wilden Wald sanft ansteigend. Gut auf die Begehungsspuren und Steinmänner achten, an manchem Baum ein weißer Punkt. Im Bachbett dann nicht direkt höher, sondern nach links queren und den Weg weiter bis in den beeindruckenden Kessel der Weittal, mit Schotter, abgestorbenen Bäumen und am Ende die 500 Meter Wand des Hochgang. Unsere Tour startet links davon am Fuß des wesentlich sanfteren Zermerleiten. 50 Meter vom Wandfuß entfernt, kann man die gesamte Linie einsehen und dann gibt es auch keine Orientierungsprobleme - wie bei uns. Schlampiges Topo-Studium und "husch husch passt scho" und schon waren wir am ersten Stand zu hoch und probierten dann ewig im schrofigem Gelände herum, bis wir frustriert wieder zum Einstieg abkletterten. Eigentlich wollten wir drauf pfeifen, dann sahen wir die Linie aber doch so deutlich, dass es Jakob und mich nochmal juckte. Andi war eher chillig drauf und wollte nimmer raufhetzen, motivierte uns aber netter weise und wir fanden das ganz lieb!
Die Tour war dann recht nett. Der erste Stand ist entgegen der Topo jetzt auch eingebohrt. Dann angelehnt höher, die eine oder andere steilere Stufe, gut abzusichern. Nach dem 4. Stand kommen superfeine Wasserrillen, steil und spannend gesetzte Haken. Nach oben super Fels und nette Kraxelstellen. Die Landschaft und die Abgeschiedenheit hier ist herrlich!
Andi wartet oben, gemeinsam durch den Schotter runter, Jause im Schatten, bei 35 Grad und als Höhepunkt des Tages ein genussvolles Bad in den perfekt ausgeschwemmten Wannen des Bächleins am Rande des Forstweges.

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