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Toureninfo:

"Der alte Wolf"
begangen von Davidov am 2015-01-14
Gebiet:
Gutensteiner Alpen
Berg:
Hohe Wand
Schwierigkeit:
6+
Exposition:
SO
Absicherung:
Gut
Zusätzliche Angaben:
Wieder mal brechen wir (Bernhard und ich) früh zur hohen Wand auf. Ich befürchte, als wir in Wien am Auto das Eis abkratzen, dass mir wieder mal fürchterlich dei Finger aufgehen werden. Aber, nach dem Routinefrühstück im Zweierlei und nach der Abseilung über das Totenköpfel ist es bereits herrlich warm und ich bin froh die Winterjacke im Auto zurück gelassen zu haben. Es zwitschern die Vögel und in der Wand kündigen die ersten Kuhschellen bereits den Frühling an (Mitte Jänner?). Die erste Seillänge ist noch gut zu meistern, die zweite nicht erwähnenswert, doch ab der dritten gehts richtig an. Mann, mann, oh mann. Schon als Bernhard sich über die ersten Meter müht ahne ich schon was mich erwartet. Zu Beginn eine hohe-Wand-matschige, trittlose Körperriss-Verschneidung (ab hier werden die Beschreibungen wohl etwas subjektiv übersteigert ausfallen), die sich sofort in einen nassen, griffarmen Überhang verwandelt. Ein Spaß sozusagen. Ich kämpfe mich von Haken zu Haken und bin beim Stand durch meine Kletterleistung so ermutigt, dass ich den Vorstieg für die nächste (6+) Seillänge gleich abgebe. Und gut wars, denn ab hier ists dann schwierig geworden. Es geht wieder kraftig, steil diffizil weiter. Rote Cams kann man hier gut brauchen! Bernhard kämpft sich mit nur einem Sturz (bei mir warens - allerdings Nachstieg - einige mehr) die Seillänge nach oben. Die ersten 10 Meter sind ohne Rastposition und wirklich sehr fordernd. Dann kommt eine Querung mit einem abermals fordernden Plattenanstieg. Die Seillänge endet zur Zeit durch einen Vom Eisnebel zerissen Baum, durch den man hindurchklettern muss.
Widerwillig überwinde ich mich (mit Zuspruch) die 5te Seillänge vorzusteigen. Sogar der Turnerbergsteig, fordert mich in dieser mentalen Verfassung bereits. Nach der Linksquerung, die ich furchtbar löse - große Angst! - beginnt eine sehr schöne Platte. Auch die nächste Seillänge bringt fordernde, supa Plattenkletterei. Auch die letze Seillänge, eine Piaz-Verschneidung, ist ausgesezt und wäre wirklich traumhaft, wenn man nicht die Hosen voll hätte. Zusammenfassend kann man sagen: Wirklich eine sehr schöne, fordernde Route, die sicherlich nicht zu leicht bewertet ist.

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