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Toureninfo:

"Feistringstein Ostgrat - Überschreitung"
begangen von WollePetry am 2023-01-02
Gebiet:
Hochschwab
Berg:
Feistringstein
Schwierigkeit:
2
Exposition:
SO
Absicherung:
teilweise NH, BH, Klettersteig
Zusätzliche Angaben:
Darf man eine 2er Tour hier überhaupt posten? Naja,ich trau mich mal, besonders auf Grund der seltenen Gegebenheiten, im Hochwinter an einem 2. Jänner, im Hochschwabgebiet eine ausgedehnte Wander-& Klettertour zu machen (nur mit Bergschuhen. Keine Ski, keine Schneeschuhe, keine Eisen...).

Ausgangspunkt war Seewiesen, Parken an der Mariazeller-Straße bei der Forststraße zur Hackenalm. Vor der ersten Sonnenberührung noch bitterkalt, gehts über Forststrassen durch schönen Buchenwald, vorbei an der Hackenalm weiter zum Ostgrat des Feistringsteines. Weglos durch lichten Wald, mit Blicke in die untere Dullwitz gehts steil bergan. Inzwischen wärmt die Sonne, die sich eher nach Spätsommer, als nach Hochwinter anfühlt. Nur mit langärmeligen Leiberl und dünner Jacke schwitze ich mir einen ab. Daunenjacke und Pulli werden den ganzen Tag im Rucksack bleiben. Es geht nicht mal der Hauch eines Windes. Der Ostgrat bleibt meißtens im 1-2er Schrofenkraxeleigelände, aber immer mit schönen Tiefblicken in die Nordwände und die Dullwitz. Südlich bleibt es meißt waldig und entsprechend für die Nerven schonend. Einzig die kurze Klettersteigpassage (Schwierigkeit C,Marke Eigenbau) vermiest mir fast die Tour. Ohne das Seil wirds UIAA 4, und das doch ein wenig ausgesetzt mit ausreichend Luft für freien Fall durch die Nordwand. Irgendwie hats mir in der Tourenbeschreibung gar nicht so wild ausgesehen, aber hier nun, alleine, ohne Ausrüstung, in diese 20m Passage steilen Fels vor mir, daugts ma dann gar nicht mehr. Zum Glück finde ich im Rucksack noch 2 Karabiner und 2 Reepschnüre, und bastel mir daraus einen 2-Beinschlaufen-Gurt und Klettersteigset. Damit gehts dann deutlich entspannter weiter nach oben. Jaja, der Kopf. Die wenigen Schneeberührungen stören zum Glück gar nicht, die Steigeisen bleiben also auch im Rucksack, und die weiteren Klettermeter gehen gut von der Hand. 2 Ketten erleichtern noch einen Quergang und eine Steilpassage, bis man bald am großen Feistritzstein steht, welcher auf keinen leichteren Weg als diesem Ostgrat, oder von der anderen Seite ebenso über einen C-Klettersteig erreichbar ist. Über diesen steige ich dann wieder ab Richtung Kampl, lasse diesen aber aus und steige über sonnig-warme Schrofenwiesen und weiter unten im Schatten durch harten Altschnee via Hackentörl zurück ab ins Tal. Echt a schöne Runde mit knapp 1100hm, und der Gipfel will schon verdient werden. Ganz geschenkt angefühlt hat er sich für mich zumindest nicht. Selten so a alpine Neujahrstour erlebt :)

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