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Toureninfo:

"Inowa-Häuselhorn"
begangen von Ronald am 2022-08-24
Gebiet:
Berchtesgadener Alpen
Berg:
Großes Häuselhorn
Schwierigkeit:
6 (6- obl.)
Exposition:
SW
Absicherung:
gut mit Bohrhaken
Zusätzliche Angaben:
Das ist mein vierter Besuch des Großen Häuselhorns. Wie gehabt, erfolgt die Anreise mit Berndi am Vortag. Wie auch auf der Tourenbeschreibung vermerkt, ist das Parken beim Gh. Obermayerberg durch diverse Absperrungen und Beschilderungen als deutlich unerwünscht ausgewiesen. Wir finden ca. 200m davor auf der rechten Seite eine flache Ausbuchtung zum Nächtigen. Der Himmel ist sternenklar, so sollte sich die Milchstraße auch in Hollabrunn präsentieren. Abmarsch um ca. 04:50 bei aufgedrehten Stirnlampen. Auch wenn das bereits unser vierter Zustieg ist, werfen wir immer wieder einmal einen Blick aufs Handy und überprüfen so anhand des downgeloadeten GPX Tracks (siehe Tourenbeschreibung auf bergsteigen.com) unser alpinistisches Gedächtnis. Achtung: Je näher man dem Wandfuß kommt, desto öfter trifft man auf instabile Gesteinsbrocken von auch beachtlicher Größe. Beim Einstieg befindet sich jetzt nicht nur ein Ringhaken, sondern auch ein Schildchen. Die beiden ersten SL sind perfekt fürs Aufwärmen. Auch in diesen leichteren Abschnitten stecken in regelmäßigen Abständen Bohrhaken, daher null Orientierungsprobleme (gilt für die ganze Tour). Berndi steigt in die 3.SL mit den ersten 6er Stellen ein. Dort wo es zum ersten Mal richtig steil wird und die beiden Wasserrillen nicht so tief sind, befindet sich nach unserem Dafürhalten eine der schweren 6er Stellen. Hier leicht rechts der Wasserrillen bleiben, bis sich eine gute Möglichkeit bietet, erstmals mit dem linken Fuß in die ausgeprägte teilweise knietiefe Rille zu steigen. Berndi überklettert den Stand um einige Bohrhaken und ich im Nachstieg „stolpere“ auch nicht darüber. (Wenn ich die Topo richtig interpretiere, muss man sich am Ende der SL deutlich nach rechts zum Stand orientieren). Somit überklettere ich meinerseits nach dem Rissüberhang ebenfalls den Stand und komme kurz vor der Schlüssel-SL zur zweiten Crux der Tour. Eine recht kleingriffige 6er Stelle, die sich für mich erst nach einer kurzen Rast auflöst. Die Schlüsselseillänge steigt Berndi souverän vor und wir haben ab jetzt Sicht- und Sprechkontakt mit einer Seilschaft in der benachbarten Hasenalarm. Die anschließende Verschneidungslänge ist ein wahrer Genuss, v.a. wenn man sich manchmal aus der tw. kaminartigen Verschneidung heraus nach rechts orientiert. Die plattigen Ausstiegslängen sind aufgrund der guten Absicherung eine Freude. Von der Abseilstelle durch die Häuselhornrinne sprinte ich noch einmal rauf zum Ausstieg, um meinen liegen gelassenen Helm einzusammeln (gutes Konditionstraining !?). Dort, wo bei unseren ersten drei Abstiegen noch ein vereistes Schneefeld anzutreffen war, müssen wir unangenehmes steiles Geröllterrain abklettern/abrutschen. Weiter unten halten wir uns konsequent an die Rote-Punkt-Markierung und finden so auch sicher durch das große Latschenfeld. Es war eine perfekte Tour (wir waren den Kletterschwierigkeiten gewachsen) und das bei optimalen äußeren Bedingungen (trockener Fels, nicht zu heiß und kaum Wind).

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