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Toureninfo:

"Plattensprint"
begangen von Bernhard am 2021-09-10
Gebiet:
Gesäuse
Berg:
Planspitze
Schwierigkeit:
6+
Exposition:
SW
Absicherung:
BH - fordernd!
Zusätzliche Angaben:
Mit Raoul in flexibler Wechselführung. Wetter und Bedingungen waren makellos wie selten - sogar der Optima-Riss war staubtrocken, was nicht oft vorkommt - wir haben kurz dran gedacht...
Erst aber, am Vorabend am Parkplatz beim Höllersteig (jetzt mit offizieller "Campieren verboten" Tafel, bei uns - Donnerstag - keine Kontrolle) gabs frisch geerntete Shiitake-Pilze aus der Pfanne mit Olivenöl und Kräutersalz. Danke Raoul für diese kulinarische Erfahrung! Aufbruch zu vertretbarer Zeit und Zustieg gemütlich - alles bewusst entspannt heute! Am Höllersteig verweisen jetzt Schilder auf die Möglichkeit, dass Äste... möglicher Weise gar Blätter(?) von den Bäumen fallen könnten.
Wir empfehlen bei Zustieg nach der Riesensanduhr nicht ganz bis nach oben zu klettern, wo die Peternschartenkopf- Routen starten, sondern schon 10 Meter weiter unten nach links in eine Verschneidung (BH) abzubiegen, so kommt man gemütlicher auf die Rampe vor dem Optima Riss. Hier hielten wir ziemlich motiviert, aber letztlich vergeblich Ausschau nach dem Einstieg in die relativ neue, in der "Xeis-Auslese-Extended" verzeichneten Direktvariante der "Plattensprint". Eine 6+ SL durch die steile Plattenwand zum oberen Optima-Riss. Wir konnten definitiv keine BH finden! Das Gelände schien uns zwar kletterbar, aber so ganz in Blaue hinein wollten wir dann doch nicht. Beim Abseilen fanden wir im oberen Teil BH in vertretbaren Abständen, waren uns dann aber nicht sicher, ob sie zu dieser Linie gehörten - letztlich blieb uns die Sache schleierhaft, also nahmen wir den klassischen Einstieg über die gemächliche, markante Verschneidung, hinauf zur "dunklen Runsenplatte". Hier bin ich zwar schon durch fließendes Wasser geklettert und heute wars wahrhaft trocken, aber des dauert dann doch wieder einige Zeit, bis man sich an die sportlichen Abstände gewöhnt und die Legemöglichkeiten sind begrenzt. Die kleinen Kupferkeilchen haben sich wieder mal bewehrt! Der "Dunkle Streifen" in der nächsten SL und vor allem die danach ansteilende Wasserrillenplatte sind ein Hochgenuss, optisch und kletterisch! Die Rillen bieten zumeist feinste Tritte und geben auch einiges an Griffen her. Einzig in der Platte erschien uns der Abstand zum ersten Haken dann doch fast ein wenig über motiviert, zumal man hier echt kaum was Mobiles unterbringt - aber bei diesen Bedingungen war auch das stressfrei. Wir haben uns die Bergrettungs-Standhaken mit weißen Papierstreifchen markiert; das machte das Abseilen entspannter. Jetzt schreitet Raoul zur Tat, steigt die nächsten, angelehnteren, aber nichts weniger genüsslichen SL vor (mit den Ständen haperts hier ein wenig in der Topo) und klettert dann auch die Wuchtl vorne - voll souverän! Kräftige, tw. überhängende Züge auf großen Schuppengriffen, von denen der erste nicht mehr so ganz unbedenklich wirkt. Diesen fetten Ziegel wird sich wohl mal jemand ins Gesicht hauen, wenn er nicht aufpasst. Danach wirds noch mal ein wenig kleingriffiger, aber superrauh und genial, wenn man die 6+ drauf hat. Hier ist die Absicherung jedoch sehr entgegenkommend. Die Ausstiegsvariante über die abschließende Dachzone haben wir nicht dort gefunden, wo sie eingezeichnet ist (ganz gerade rauf), sondern - beim Abseilen dann - deutlich rechts versetzt, gut 10 Meter. Wir haben die weiter links verlaufende Ausstiegsvariante der "Direkten NW" gewählt. Auch sehr schön! Das Abseilen über die Route funktionierte auch diesmal wieder ganz prima (wir waren alleine in der Wand). Manche SL kann man zusammenhängen, wenn man aufmerksam war beim Aufstieg, vor allem die beiden vorletzten bis zum Grund des Einstiegsrisses, was sich mit 60 Metern gerade noch ausgeht. Danach die irrwitzige Fahrt neben dem Optima-Riss hinunter - eine volle SL mit nur ganz dezenten Felsberührungen! Krönender Abschluss eines wunderbaren Klettertags.
Meine Knie ziehen den Höllersteig im Abstieg dem Peternpfad vor... dem Raoul seine auch!

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