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Toureninfo:

"Zukunftsweiser/Detonation-Einstieg"
begangen von Bernhard am 2020-06-17
Gebiet:
Gutensteiner Alpen
Berg:
Hohe Wand
Schwierigkeit:
7+(6+/A0)
Exposition:
S
Absicherung:
BH sehr gut
Zusätzliche Angaben:
Jetzt ist es amtlich: keine MSL-Tour bin ich öfter geklettert bisher. Und mir wurde wieder klar, warum: weil sie wirklich schön ist!
Eigentlich wollten Roni und ich zur Stadelwand, aber im Höllental regnete es in der Früh und auch noch nach dem Frühstück beim Bäcker. Plan B: Hohe Wand. Hier wars aufgelockert bewölkt, trocken und wohltemperiert. Abseilung in den "Keller" der Sonnenuhrwand. Die Einstiegs-SL der "Detonation" fiel mir nicht allzu leicht - als "Aufwärmlänge" eignet sie sich nur bedingt. Roni schafft sie im Nachstieg sauber. Die erste Schlüsselstelle unten knackte er, indem er nicht schon tief in die Verschneidung querte, sondern fast bis zum 3. BH in der Wand blieb und erst weiter oben nach rechts kletterte. Die 3. SL ist immer wieder wunderbar, was ich aber immer wieder vergesse, dafür aber auch immer wieder "neu" entdecken kann. Roni ist gut in Form und knackt auch die kräftige Piazverschneidung, hinauf zum Stand unterhalb der "Roten Verschneidung", überraschend entspannt. Hier tut man sich tatsächlich leichter, wenn man erst außen am Pfeiler bleibt und erst weiter oben die Piazgriffe nimmt. Heute ist ein guter Tag, die "Rote Verschneidung" mal wieder engagiert anzugehen, aber die 7+ Schlüsselstelle gelingt mir wieder nicht - es fehlen bloß 10 cm. bis zum Henkel... Roni kann die Verschneidung punkten, trotz eines, im wahrsten Sinne verschissenen Griffes! Die Schlüsselstelle knackt er auch sauber, indem er unten auf Reibung nach rechts quert und dann den Grifflöchern nach oben folgt. Ob das auch im Vorstieg funktionieren würde, müsste man testen, weil hier wohl ein weiter Abgang mit Pendelpotential droht. Im Riss, knapp unterhalb vom Stand ist ein BH abgeschraubt, da muss man jetzt tüchtig (und wohl auch ein wenig mutig) anpacken und dranbleiben bis zur Kette.
Es bleibt trocken bis zum Ausstieg, phasenweise hatten wir sogar Sonne und kalt war uns definitiv nicht. Beim Seilaufschießen beginnt es zu tröpfeln - Wetterfenster sowohl örtlich, als auch zeitlich optimal genutzt!

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