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Toureninfo:

"Zukunftsweiser"
begangen von Bernhard am 2019-04-10
Gebiet:
Hohe Wand
Berg:
Hohe Wand
Schwierigkeit:
7+/6+A0
Exposition:
S
Absicherung:
BH sehr gut
Zusätzliche Angaben:
Mit Roni in Wechselführung kletterten wir meine wahrscheinlich liebste Route an der Hohen Wand (zumindest anhand der Zahl der hier dokumentierten Begehungen) - einige Seillängen doppelt.
Die Wetterprognose war zwar einigermaßen aussichtslos. Die vage Möglichkeit der geringen Chance einiger trockener Stunden gleich in der Früh genügte uns aber, die Anfahrt zu riskieren. Aufs Frühstück verzichteten wir, um früh einzusteigen, nach Abseilung in den "Keller" unterhalb der Sonnenuhrwand. Das können wir jetzt schon gut, vor allem die 2. Länge vom Kettenstand unterhalb der "Roten Verschneidung" bis fast ganz hinunter zur Einstiegsrippe ist ein 60 Meter Freiflug vom Feinsten. Beste Bedingungen, trocken, gute Temperaturen motivierten uns für "Detonation Boulevard" als Einstiegslänge aus dem Keller heraus. Ein immer wieder eindrucksvoller Genuss, zumindest optisch, für den Sichernden, vom höhlenartigen Dunkel zum Skywalk hinauf. Als Aufwärmlänge wohl ein wenig heftig. Unten eine trickige Rechtsquerung, die ausgecheckt werden will, dann aber durchaus noch im 6. Grad bleibt. Oben wird's dann anhaltend, steil und kleingriffig. Das war beim ersten Anlauf nicht ohne Rasten drin. Im Allgemeinen - um ein wenig vorzugreifen - hatten wir das Gefühl, dass uns das alles schon mal ein wenig leichter gefallen ist. Das wird uns vor allem auch beim Nachlesen der alten Begehungsberichte bewusst. Roni führt die 2. SL, wobei sich vor allem die unteren Plattenstellen bockig zeigen - bei mir sträuben sie sich nicht so sehr. Dafür fällt es mir oben in der bröseligen Zone schwerer. Die 3. SL ist wunderschön, steil, fest und anhaltend im 6. Grad. Wie gesagt, das ist uns schon mal leichter gefallen. Am Stand schmeiße ich meinen Kletterschuh in den Keller, der dort ohne Zwischenlandung ankommt. Da die Turnschuhe oben am Ausstieg liegen, ist klar was zu tun ist... Das Abseilen - ein Genuss. Exakt 60 Meter in den Keller. Jetzt steigt Roni die Detonation Länge vor. Im Nachstieg gelingt mir die Querung überraschend flüssig (leider habe ich mir die Sequenz nicht gemerkt) und oben gelingt die 7er Stelle auf den alleraller letzten Drücker. Die folgenden SL bleiben schön und bleiben schwer, auch beim zweiten Mal. Die noch ausstehende Länge zum ausgesetzten Kettenstand unter der "Roten Verschneidung" fordert uns sehr. Vor allem in der Verschneidung gilt es engagiert und kräftig zu piazen, dann folgen einige spannende Aufrichter. Für die "Rote Verschneidung" war ich dann leider schon wieder zu müde für einen realistischen Freiversuch. Außerdem kommt er mir heute recht speckig vor. Da geht es schon ordentlich zur Sache, erst anstrengend und oben ein wenig überhängend hinaus aus dem roten Bereich. Dann die 7+ Bolderstelle und auch nachher weiter im 6. Grad zum Stand - mannomann! Allerdings sehr eng gesichert und richtig schön ausgesetzt. Danach ein paar nette Meter zum Ausklettern. Es blieb trocken und windstill, wir hatten einen feinen Klettervormittag. Das "Risiko" des Aufbruchs hat sich gelohnt - Juchu!

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