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Toureninfo:

"Dibona - Kante"
begangen von Jakob am 2011-09-02
Gebiet:
Drei Zinnen
Berg:
Große Zinne
Schwierigkeit:
4+
Exposition:
Nordos
Absicherung:
alpin
Zusätzliche Angaben:
Wir schlafen am Parkplatz bei der Auronzo-Schutzhütte, Frühstück, Rucksack und Jause sind schon gepackt. Um 5 Uhr läutet dann der Wecker. Wir liegen noch ne halbe Stunde herum, weils eh noch zu dunkel ist zum Aufstehen. DAs Frühstück wird auch noch im Bett verzehrt.

Um 6 geht’s dann wirklich los. Nach ca. 1 Stunde sind wir am Einstieg und los geht die Kletterei. Die Route zieht immer die Nordostkante hoch. Der Routenverlauf ist sehr logisch und die Stände sind sehr gut mit Normalhaken versorgt (einer sogar mit einem Holzkeil :). Nach der ersten Hälfte der Tour (genauso genommen nach der kurzen Querung in die Nordwand) konnten wir der Topo nicht mehr wirklich folgen. Die Stände die angezeigt wurden haben wir nicht gefunden und die vielen Schuppen und Rinnen lassen ein genaues orientieren nicht zu. Also steigen wir einfach dort rauf wo es uns als logisch erscheint. Dabei halten wir uns möglichst an der Kante des Nordwandabbruchs. Nach vier Stunden flotter Kletterei haben wir dann endlich das Ringband erreicht. Über vier weitere sehr schöne SL geht’s dann zum Vorgipfel. Den Ausstieg über den Normalweg können wir nicht empfehlen. Man ist nicht schneller aber die Kletterei ist nicht so nett, da diese schon sehr abgeschmiert ist und im Abstieg gehts sowieso wieder dort runter.

Steiles und anregendes Klettern ist vor allem in den ersten 8 SL zu finden. Danach lehnt sich die ganze Wand etwas zurück und es wird eher eine Frage der Kondition. Sicheres Klettern im IV Grad ist sicherlich Vorraussetzung für diese Tour, genauso wie selbstständiges Versichern und das Bauen von Ständen – denn nach 8 o. 9 SL findet man nur noch selten vorhandenes Material.
Absteige muss man dann, wie schon erwähnt, über den Normalweg. Der ist leicht zu finden, einfach dort runter wo alles abgeklettert ist. Das ist manchmal sehr unangenehm, da die Kletterstellen echt schon superspeckig sind. Sonst muss man viel abseilen – hier schaden Übung sowie ein Sechzigmeterseil nicht. Obwohl wir am Einstieg unser Wasser vergessen haben, schaffen wir es (im Vergleich zu den italienischen Seilschaften) zwei Italienern beim Abstieg zu helfen. Dadurch dauerts zwar sicher 1,5 bis 2 Stunden länger, aber wenn man weiß, man hats eigentlich schon geschafft und das Bier im Auto keine Füße bekommt und davonläuft, ist es nicht wirklich schlimm.

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