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Toureninfo:

"Lindner-Wagner / Versuch..."
begangen von Bernhard am 2011-09-25
Gebiet:
Gesäuse
Berg:
Peternschartenkopf
Schwierigkeit:
7-
Exposition:
NW
Absicherung:
Stände doppelt BH, sonst alpin
Zusätzliche Angaben:
So richtig mit der festen Absicht, die Sache durchzuziehen, sind Roni und ich ohnehin nicht zu Berge gezogen...mehr um zu schauen, wo wir so stehen alpin, wo die Latte liegt gewissermaßen...und die Route mal auszuchecken - mit offenem Ende. Deshalb haben wir die eisernen Nerven auch zu Hause gelassen. Aber eins ist mal klar: ohne die, ist DIESE Tour kaum zu biegen!
3 Std. Zustieg über den Höllersteig und dann ein Stück den Bergführersteig weiter (Stahlseile), der Einstieg ist recht leicht zu finden, die Höhle fällt auf. Erste SL(6) zum Höhleneingang, 2 Haken, nass, Moos, Gatsch. Dann: großer Fehler, wir machen den Höhlendurchstieg, statt die Variante rechts vorbei. Dabei verbraten wir viel Zeit. Roni irrt und tastet(die gscheite Lampe hab ich im Sack) im steilen, rutschigen 4er Gelände herum, auf der vergeblichen Suche nach dem Stand. Zum Ausgang dann an nassen, fragilen Tropfsteinen und Sandührchen - eine Erfahrung, die man nicht gemacht haben muß. Danach zwei kurze 6er SL, steil, wackelig, aber machbar. Mit der 5+A0 Bewertung der anschließenden 35 Meter Verschneidung sind wir nicht einverstanden (frei 6+ von unten bis oben) - da braucht man schon ordentlich Kraft! (Roni vorne). Danach eine weit gesicherte 6- SL, in einer Felsqualität, der ich bisher noch nirgendwo begegnet bin, und eigentlich auch nicht mehr will. Zumindest weiß ich jetzt was ein Stern im Führer bedeutet. Darauf war ich reif für das 7- "Zackendach". Ein brachiales, absurd ausgesetzes Untergriff- und Piazteil, das im Klettergarten durchaus interessant auszuchecken wäre. Die Qualität der alten Haken war insgesamt, hier besonders übel.
Gut, danach war unser Mütchen gekühlt und wir seilten ab (das ging ab hier problemlos) - oben kämen weitere 8 SL, die 4er und 5er alpiner noch als unten und zum Schluß noch mal eine schwere Stelle.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - unten schneller sein und leichter insgesamt, UND: die eisernen Nerven mitnehmen!
Im Abstieg sicherten wir uns (laut Hüttenwirt) die 9. Begehung des Bergführersteiges heuer ins Haindlkar :-). Endlich den auch mal gesehen. Stahlseile und Leitern, kein Problem, bis auf eine Plattenstelle, wo die Stifte alle vom Steinschlag plattgemacht sind.
Erwähnenswert vielleicht auch noch die beiden Wingsuit-Freaks, die über unsere Köpfe hinweg ins Ennstal rauschten. Prägt sich irgendwie ein, wenn man einen Körper die Wand runter fliegen sieht... bevor man checkt was Sache ist.

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